Sind die Kommunen vorbereitet auf die demographische Entwicklung? Sie fragen sicherlich, warum ich eine solche Frage stelle hier aus der Selbsthilfe um das behinderte Kind heraus. Nun wenn mehr und mehr Menschen älter werden, so wird der Bedarf an barrierefreien Wohnraum größer. Barrierefreier Wohnraum, dies wird auch unter behindertengerechten Wohnraum gehandelt. Behindertengerechten Wohnraum, den suchen auch Eltern mit einem behinderten Kind und dieser ist in Jena rar.
Würde man die demographische Entwicklung beachten, so müssten eigentlich stetig barrierefreie Wohnungen entstehen mit Mindesanforderungen, wie sie Behindertenverbände stellen. Denn klar wird, der jetzige Weg, kommt eine ältere Frau oder Mann nicht mehr in der Wohnung zu recht, dann geht es ins Heim, ist in Zukunft nicht mehr tragbar. Eine Heimversorgung kostet Geld, wobei viele Ältere immer noch gut klar kommen würden, wenn sie keine Stufen mehr steigen müssen und mit dem Rollator oder Rollstuhl überall in der Wohnung hin und ran kommen. Kurz gesagt: Barriererfreier Wohnraum spart Pflegekosten, etwas was die Kasse der Pflege und Kommune entlastet.
Wie rar barrierefreier Wohnraum ist, zeigt der Zeitungsartikel: Lange Suche nach neuem Zuhause. Die Familie einer Behinderten bemüht sich seit Jahren vergeblich um eine passende Wohnung (Mitteldeutsche Zeitung (mz-web.de): 15.04.09). Dort sucht seit drei Jahren eine Familie in Köthen eine behindertengerechte Wohnung - Ohne Erfolg. In Jena gibt es auch Beispiele einer langen Suche. Denn wichtig ist auch: Wenn man auf eine barrierefreie Wohnung angewiesen ist, so möchte man trotzdem auch eine etwas passende Wohnung und ein "gewohntes" Wohnumfeld haben. Selbst ein Haus zu bauen, dafür reicht bei vielen nicht der Geldbeutel.
Eine Lösung wäre, wenn jeder Neubau oder größere Saniereung gewisse Mindesanforderungen für barrierefreies Wohnen wie Türbreite, Tür geht in den Flur auf, keine Stufen, keine Mini-Küche etc. beachtet, so würde auch mehr Wohnraum entstehen, in den Menschen mit Handicap alt werden könnten. Der Bedarf ist da.







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[...] ist nicht mehr möglich – allein die Breite der Türen ist häufig beim normalen Hausbau nicht behindertengerecht. Ein Haus oder Fertighaus hat beim Bauen in regulärer Variante häufig Absätze vor den Türen – [...]